Vor einiger Zeit berichtete mir ein Kognitionswissenschaftler an der Uni Bielefeld, er wolle 3D Kinofilme untersuchen – etwa mit Eye Tracking-Verfahren. Soweit ich weiß, wurde aus dem dazugehörigen Antrag nichts. Was schade ist. Denn wie spannend eine Liaison zwischen Hollywood und der Kognitionswissenschaft sein kann, zeigt Susanne Marschall von der Tübinger Universität.
Einen interessanten Gedanken von Frau Marschall könnte man wie folgt wiedergeben: Bedeutet der Schritt von 2D auf 3D, dass wir komplexen Handlungen schlechter folgen können (also eine teilweise Einbuße an Ressourcen)? Dies lässt sich zweifelohne an Filmen wie Avatar oder Inception untersuchen.
Und wollen wir überhaupt noch folgen, wenn das Visuelle auf einmal derart spannend wird? Wollen wir uns zunehmend bildgewaltig berieseln lassen, oder uns vielleicht sogar von diesem visuellen Impact leistungsbereit in den Handlungssträngen festbeißen? Platt formuliert: Hemmt 3D, oder motiviert es?
Dass Interview mit Susanne Marschall von der Tübinger Universität findet sich hier: Susanne Marschall über Kino zwischem vertracktem Rätselraten und Rundum-Illusion
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